Barf-beratung Nicole Züllig
icamani - der neben einem geht

Schnee Gastritis

Jedes Jahr wieder… der erste Schnee ist gefallen, wunderschön verschneite Landschaften, unsere Vierbeiner freuen sich und tollen übermütig im Schnee.

Wir freuen uns mit ihnen, werfen die ersten Schneebälle, die Hunde jagen hinterher und schnappen nach den kühlen, weissen Kugeln. Einen Teil des Weges müssen wir am Strassenrand entlanglaufen, die Hunde lecken am Rand weiter nach Schnee. Schmeckt salzig, macht aber nichts. Und dann besonders fein der süssliche Geschmack von Frostschutzmittel.

Ein wunderschöner Spaziergang geht zu Ende, nach einem aufregenden Tag liegen unsere Begleiter zufrieden in ihren Bettchen.

…und je wird der Abend unterbrochen, was ist nur los, unser Vierbeiner sabbert, macht er doch sonst nie, wird unruhig, möchte nach draussen und sucht unter dem Schnee nach Gras, welches er fressen möchte, was wir natürlich unterbinden, soll er ja nicht machen. Er findet keine Ruhe in der Nacht, bis wir am nächsten Tag einen Termin beim Arzt vereinbaren. 

Diagnose Schnee Gastritis

Was ist eine Schnee Gastritis? Das ist eine Entzündung der Magenschleimhaut, hervorgerufen durch zu vieles Schneefressen, zusätzliches Salz aufnehmen, oder im schlimmsten Fall eine Vergiftung durch die Aufnahme von Frostschutzmittel.

Symptome, oder Anzeichen einer Schnee-Gastritis zeigen sich wie nachfolgend beschrieben:

- extremes Speicheln

- Bauchschmerzen

- Würgen, Erbrechen und/oder Durchfall

- Unruhe

- ev. mit Fieber und Schlappheit verbunden  

Wie kann ich meinen Hund unterstützen?

Der Hund sollte fasten, das ist ganz wichtig, versuchen Sie auf keinen Fall ihm das Futter unter die Nase zu halten. Der Magen-Darm muss sich erst einmal beruhigen. Auch sollte er in der ersten Zeit kein Wasser zu sich nehmen.  

Bei einer starken Schneegastritis und übermässigen Schmerzen den Tierarzt konsultieren, er wird in akuten Fällen ihren Hund behandeln. Bei einer normalen Schneegastritis, ist das aber meistens nicht notwendig.

Slippery Elm (auch bekannt als Ulmenrinde) oder Eibischwurzel ist ein bewährtes Mittel, es lindert und beruhigt die Magenschleimhaut, sie wirkt adstringierend, zieht die Schleimhäute zusammen und hemmt die übermässige Sekretion der Verdauungsdrüsen. Extrem Schleimbildend und schützt so die entzündete Magen- Darmschleimhaut.

Slippery Elm oder Eibischwurzel mit Wasser zu einer dickflüssigen Masse anrühren und auflecken lassen. Wird es nicht angenommen eine genügend grosse Menge mit einer Spritze direkt in das Maul spritzen.

Nach dem Fasten starten Sie mit einer Schonkost, leicht verdauliches Muskelfleisch, zum Beispiel vom Huhn gekocht und die Morosche Karottensuppe, welche auch in diesem Fall ihre Wirkung zeigt. Fencheltee anbieten, wird das nicht getrunken, kann man auch einige Löffel vom Fencheltee unter die Mahlzeit geben. Mehrmals täglich kleine Portionen anbieten. Getrocknete Heidelbeeren, Curcuma und Katzenkralle darf zusätzlich unter die Mahlzeit gemischt werden.

Im Allgemeinen erholt sich der Hund rasch von einer Schnee-Gastritis, wenn keine Besserung eintrifft kontaktieren Sie Ihren Tierheilpraktiker oder Tierarzt. Falls eine Vergiftung in Verdacht steht, sollte sofort einen Tierarzt aufgesucht werden.  

Auf keinen Fall dürfen zwischendurch Leckerli und Kauartikel angeboten werden.

Aber nun mal ganz ruhig bleiben, im Allgemeinen überleben wir die weisse Pracht und sollen diese Zeit unbeschwert geniessen. Bei empfindlichen Hunden einfach auf eine häufige Schneeaufnahme achten und auf keinen Fall den Hund zum Schnee fressen animieren, auch wenn wir das unbewusst machen.

Nun wünsche ich Euch allen eine wunderschöne Winterzeit!